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770 JAHRE
DIE GESCHICHTE VON SCHLOSS BEUGGEN

1246
Die Ursprünge von Beuggen liegen im Dunkeln, jedoch lebte in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts auf der Burg Buckein der Ritter Mangold. Dessen Nachfolger beschließt die Burg Buckein dem Deutschen Ritterorden zu übergeben, damit „dieser hier ein Ordenshaus errichten könne“. Im Mai 1246 wird die Schenkung im Beisein hoher weltlicher und geistlicher Herren auf Schloss Sausenburg nördlich des heutigen Lörrach beurkundet.

1268
Der Deutsche Ritterorden stellte 1268 das Schloss fertig. Über Jahre war Beuggen Sitz des Landkomturs und verhältnismäßig reich. In der Nachfolge der Kommende Rouffach kam Beuggen vom Ende des 13. Bis zum Beginn des 15. Jahrunderts die führende Rolle in der Ballei Schwaben-Elsass-Burgund zu.

1525
Während der Bauernkriege wurde das Schloss verwüstet und geplündert. In dieser Zeit floh der Komtur von Reischach und hinterließ das Schloss seinem Schicksal. Etliche Gebäude wurden dadurch stark beschädigt.

1534
Der neue Komtur Georg von Andlau verstärkte daraufhin die Befestigungsanlagen, erweiterte und vertiefte die Burggraben und errichtete eine zweite Ringmauer mit fünf Rundtürmen. Die alten Tore wurden zugemauert und daneben neue mit größeren Durchgängen gebaut. Dies erkennt man heute noch an dem Eingangstor in Richtung des Bahnhofes.

1585 - 1598
Durch die Umwandlung des klösterlichen Konvents in einen fürstlichen Herrensitz erfolgte der Bau des neuen Schlosses.

1618 - 1648
Während des dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss immer wieder eingenommen und ausgeraubt. Es wurde abwechselnd von den Schweden, Kaiserlichen und Franzosen zum Hauptquartier ernannt. Schwer beschädigt überstand es den dreißigjährigen Krieg.

1752 – 1757
Nach den Plänen von Ordensbaumeister Johann Caspar Bagnato wurde das Schloss nach Plänen im Stil des Barock umgebaut und durch Erweiterungsbauten in der Größe verdoppelt. Auch der Schlossgarten wurde mit einer Orangerie ergänzt und im barocken Stil umgewandelt.

1806
Nach der Enteignung des Deutschen Ordens ging die Schlossanlage und alle Güter an das neu entstandene Großherzogtum Baden über. Der gesamte Hausrat wird mit dem wertvollen Silbergeschirr und den Schätzen der Bibliothek versteigert und verschwindet somit aus dem Schloss. Die Güter wurden verpachtet und das Ritterhaus verödet. Die Schlosskirche und die ehemalige Firmarie, das Pfarrhaus, gingen in den Besitz der katholischen Pfarrgemeinde Karsau. Der Schlossgarten ist seither nur noch in Grundstrukturen erhalten.

1813-1815
Während der napoleonischen Kriege, wurde das Schloss zum Feldlazarett der österreichischen Armee erklärt. In kurzer Zeit wurden das Schloss und seine Nebengebäude mit Verwundeten und Kranken gefüllt. Typhus, Pocken und andere Seuchen brachen aus. Durch die mangelnde Versorgung der Kranken starben zwischen 1814 und 1815 in Beuggen 3000 österreichische und 300 deutsche Soldaten.

1815-1816
Einer Saga zufolge lebte Kasper Hauser als Kleinkind im Schloss Beuggen. Er soll aufgrund einer höfischen Intrige der in der Wiege mit einem verstorbenen Kind vertauschte badische Erbprinz gewesen sein.

1820-1981
Im Jahr 1820 gründete die Deutsche Christentumsgesellschaft unter Leitung von Christian Heinrich Zeller und Christian Heinrich Splitte in dem Schloss ein Heim für arme und verwahrloste Kinder ein. Das Kinderheim wurde durch seine gute Ausbildung zum Vorbild für ähnliche Einrichtungen im Südwesten Deutschlands. Ab 1877 war das Kinderheim eine Schweizer Einrichtung auf badischen Boden und ging 1954 in den Besitz der Evangelischen Landeskirche Baden über. Im Heim waren zwischen 80-100 Kinder untergebracht. Neue pädagogische Strömungen und der Wandel der Konzeption der Großfamilie führten zur Schließung.

1885 - 2016
Mit der Gründung des Verein „Evangelische Tagungs- und Begegnungsstätte“ wurde das Schloss Beuggen in den Verband Christlicher Hotels angeschlossen und nach umfangreichen Umbaumaßnahmen als Aus- und Fortbildungsstätte genutzt. Im Jahr 1996 erfolgt die Übernahme der Schlosskirche durch die Evangelische Landeskirche Baden. Zum Jahresende 2016 wurde das Evangelische Tagungszentrum im Rahmen einer innerkirchlichen Prioritätensetzung geschlossen und die Gesamtanlage Schloss Beuggen wurde an den Architekten Kai Flender verkauft.

2017
Am 6. März 2017 wurde das Schosshotel und Restaurant nach umfangreichen Sanierungsarbeiten unter der Leitung des Hotelier Christian Herzog wiedereröffnet.

Für die Zukunft verfolgt Kai Flender ein über Jahre angelegtes Umstrukturierungsprogramm für die Gesamtanlage Schloss Beuggen.